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Aquasensor

Miele-, Gorenje-, Siemens- und Bosch-Geräte werden mit einem sogenannten Aquasensor angeboten. Dazu wird die Waschlauge durchleuchtet, um die Anzahl der Spülgänge in Abhängigkeit von der Trübung oder Verschmutzung des Spülwassers zu minimieren.

Aquastop

Um Wasserschäden vorzubeugen, werden höherwertige Geräte mit Aquastop angeboten. Bei einem Leck im Zulaufschlauch unterbricht ein Sicherheitsventil, welches sich direkt beim Wasserhahn befindet, die Wasserzufuhr. Manche Geräte haben zusätzlich einen Schwimmschalter in einer Bodenwanne eingebaut, der bei Wasseraustritt im Gerät die Wasserzufuhr unterbricht und gleichzeitig die Laugenpumpe aktiviert.

Beladungssensor

Bei einem Beladungssensor handelt es sich um eine Funktion bei Waschmaschinen, welche Auskunft gibt über den jeweiligen Beladungsgrad der Waschmaschine und der daraus resultierenden benötigten Waschmittelmenge.

Echte Beladungssensoren ermitteln das Absenken des Laugenbehälters während des Bestückens der Trommel. Daraus kann u.A. die erforderliche Waschmittelmenge als auch die Waschzeit bestimmt werden.

Ist der Beladungssensor mit einer Anzeige verbunden, lässt sich Energie sparen. Auf einen Blick ist erkennbar, ob die Beladungskapazität der Waschmaschine voll ausgenutzt ist oder ob noch Wäsche nachgeladen werden kann. Die optimale Beladungskapazität ist abhängig vom gewählten Wäscheprogramm und der jeweiligen Wäscheart.

Energieeffizienz

Flusensieb

Flusensieb nach dem Reinigen mit Auffangwanne (tiefes Backblech) und Putzwerkzeug

→ Hauptartikel: Flusensieb

Das Flusensieb dient dem Rückhalt von Grobteilen aus dem Spülwasser, um mechanischen Beschädigungen der Laugenpumpe vorzubeugen. Es sollte also regelmäßig gereinigt werden, dies erhöht auch die Geschwindigkeit, Leistung, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz der betreffenden Waschmaschine. In einigen Maschinen werden durch 180°-Umlenkung statt Siebung des Wasserstroms nur noch sehr grobe oder lange Fremdkörper wie Zahnstocher, Schrauben oder Nägel zurückgehalten; Flusen können ungehindert passieren.

Luftfalle

Mithilfe eines nach oben führenden und dort verschlossenen Wasserschlauchs wird der Wasserstand ermittelt: steigt der Wasserstand in der Maschine, steigt auch der Luftdruck im Schlauchstück oberhalb des dortigen Wasserspiegels. Der erhöhte Luftdruck in dieser Luftfalle (auch als Dom bezeichnet) wird je nach Modell mit Druckschaltern (mehrere Druckschalter für verschiedene Wasserstände) oder mit einem Drucksensor ausgewertet.

Die gleiche Technik zur Wasserstandsermittlung nutzt auch die Mehrzahl der Geschirrspülmaschinen.

Innerhalb der Luftfalle steigt der Wasserstand immer nur sehr gering an, Wasserzirkulation tritt nicht auf. Durch diesen Umstand kann sich hier Schmutz ablagern. Fehler, die sich auf den Wasserstand beziehen, lassen sich daher bei manchen Geräten durch Reinigen der Luftfalle beheben. Um die Auswirkung solcher Ablagerungen zu vermeiden, sind die Einlässe der Luftfalle oft besonders groß, sodass Ablagerungen nicht stören können.

Mengenautomatik

Einige Modelle besitzen eine sogenannte Mengenautomatik. Diese sorgt für eine genaue Dosierung des benötigten Wassers und Waschmittels bzw. Weichspülers, sofern diese über den integrierten Waschmittelbehälter zugeführt werden. Die Steuerung erfolgt elektromechanisch oder elektronisch und ist abhängig von der Füllmenge und dem gewählten Waschprogramm.

Funktionsweise der Mengenautomatik (herstellerübergreifend): Sobald die beladene Maschine gestartet wird, holt die Maschine zeitgesteuert eine gewisse Menge Wasser. Der Wasserstand wird mit einem Druckwächter genau überwacht. Abhängig von der zu waschenden Kleidung und der eingefüllten Wäschemenge saugt die Wäsche einen gewissen Teil des eingelaufenen Wassers auf. Nach einer gewissen Laufzeit, üblicherweise während der Pausenzeiten zwischen der Drehrichtungsumkehr der Waschtrommel, wird der Zustand des Druckwächters durch die Steuerung ermittelt. Ist der Wasserstand zu gering, erfolgt weitere Wasserzufuhr bis zum Erreichen des Sollniveaus. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Sollniveau nicht mehr unterschritten wird. Durch die aufsummierte Zulaufzeit des Differenzwassers ermittelt die Steuerung durch eine hinterlegte Tabelle hinreichend genau, um welche Wäschemenge es sich handelt und welche Programmlaufzeit zu erwarten ist.

Technisch angewandt wird auch die Methode, die Trägheit der zu bewegenden Trommel aus einer Strommessung zu ermitteln und daraus einen Rückschluss auf die Wäschemenge zu ziehen.

Die erweiterte Mengenautomatik steuert nicht nur den Wasserstand, sondern auch die Anzahl der Spülgänge: mittels des Temperatursensors (meist ein Heißleiter(NTC)) wird beim ersten Spülgang die Laugentemperatur nach dem Einlaufen des Wassers ermittelt. Von der Hauptwäsche befindet sich noch eine gewisse Menge warmen Wassers in der Kleidung, die langsam in das Spülwasser übergeht. Abhängig von der Zeit, die das Wasser zum Erreichen des höchsten Temperaturwertes benötigt, bestimmt die Steuerung die Anzahl der noch folgenden Spülgänge.

Senken der Waschmittelverluste

1986 führte AEG die erste Waschmaschine mit sogenannter „Öko-Schleuse“ zur Waschmitteleinsparung ein. Je nach Hersteller verhindert ein Kugelventil oder eine Klappe, dass sich das Wasser, das als allererstes in das Gerät eingelassen wird, in der Laugenpumpe und deren Anschlussschläuchen sammelt. Es enthält die meiste Menge an Waschmittel aus der Einspülkammer und würde beim Waschen ungenutzt bleiben. Mit dieser Bauart wird Waschmittel gespart. Bei älteren Waschmaschinen wurde häufig empfohlen, das Waschmittel erst nach ca. 15-30 Sekunden (manchmal sogar nach einer Minute) nach Programmstart hinzuzufügen.

Unwuchtkontrolle

Handelsübliche Haushaltswaschmaschinen ziemlich aller Marken sind mit einer Unwuchterkennung ausgestattet. Bei Geräten von Bosch und Siemens wird dafür das Motor-Tachosignal ausgewertet. Vor dem Schleuderhochlauf wird die Trommel mit 100/min angesteuert, dann wird auf 75/min reduziert. Durch das Motortachosignal (Istwertgeber im Motor) wird das Abtourverhalten über die Elektronik ausgewertet. Diese Abfrage kann mehrmals erfolgen, gefolgt von Wäscheauflockern. Die Unwucht der Trommel bestimmt die Schleuderenddrehzahl (stufenweise Reduzierung) bis zum Schleuderabbruch bei zu großen Unwuchten. Geräte von V-Zug nutzen ein System, in dem extra eingelassenes Wasser im Trommelbereich (getrennt von der Wäsche) die Unwucht beim Schleudern ausgleicht. Damit entfällt eine Reduzierung der Schleuderdrehzahl.

Kleine, alte Eudora-Waschmaschinen – Frontlader mit fixer Montage des unbeschwerten Bottichs im Gehäuse auf drei Nylon-Querrollen, von denen die einzelne, gegenüber der schwereren Motorseite liegende exzentrisch gelagert ist – haben ein etwa 10 cm langes justierbares Pendel, welches bei starker Vibration der Maschine so weit auslenkt, dass ein Kontakt geschlossen wird, wodurch die Maschine den Schleudervorgang abbricht, die Wäsche versucht umzuschichten und den Schleudervorgang erneut startet.

Spülstopp

Die Spülstopp-Funktion (auch Spül-Stopp) dient dazu, das Waschprogramm vom automatischen Abpumpen des letzten, recht sauberen Spülwassers abzuhalten. Dabei verbleibt die Wäsche im Spülwasser. So kann verhindert werden, dass empfindliche Textilien unbeaufsichtigt fertig geschleudert werden und verknittern, während sie in der Waschmaschine liegen bleiben. Der Waschgang kann nun durch erneutes Aktivieren (per Hand) beendet werden, oder Wäsche kann tropfnass entnommen und aufgehängt werden, um Knitterbildung zu mindern.

Keine Reversierfunktion

Das Waschgut wird nicht durch regelmäßige Richtungswechsel der Trommel umgelagert.

Umflutsystem

Vereinzelt sind Waschmaschinen mit einem Umflutsystem ausgestattet. Eine Umflutpumpe fördert während des Waschvorgangs die Lauge oft über einen Durchlauferhitzer. Das Wasser wird danach oft über der Wäsche verteilt. So kann das Niveau der Waschlauge reduziert werden, somit der Wasserverbrauch und der Strombedarf zum Aufheizen der Lauge gesenkt werden. Darüber hinaus wird das Waschmittel effizienter genutzt, möglicherweise in den Pumpensumpf gelangtes Waschmittel wird mitgenutzt. In einem kleinen Sumpf, etwa dem Schlauchstück zur Ablaufpumpe sollen sich gröbere Verunreinigungen absetzen können, weshalb die Umflutpumpe die Lauge von etwas höher entnimmt.

Warmwasseranschluss

Einige Geräte können zusätzlich zum herkömmlichen Kaltwasseranschluss auch an eine zentrale Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Damit kann Energie eingespart werden. Ein möglicher Nachteil ist, dass einerseits eiweißhaltige Verschmutzungen durch Denaturierung im Gewebe fixiert werden und dann nur noch schwer auswaschbar sind, wenn Wasser gleich zu Beginn des Waschvorgangs mit Temperaturen über 40 °C einläuft, andererseits die dem Waschmittel zugesetzten Enzyme zur Hydrolyse von Eiweißen und Fetten zerstört und damit unwirksam werden.

Da heute ohnehin eher mit niedrigeren Temperaturen und Wasserständen gewaschen wird, ist die mögliche Einsparung gegenüber der herkömmlichen Methode allerdings nicht mehr so erheblich wie noch in den 1990er Jahren.